Wenn ich hier erzählen wollte, wie wir am Donnerstag Abend mit dem Nachtzug nach Shanghai gefahren sind, wie eindrücklich unsere Tempelbesuche waren, wie spannend die Museen und Gärten, wie atemberaubend die Bootsrundfahrt mit Blick auf die moderne Skyline, wie chic wir uns vorgekommen sind beim Schlürfen der Drinks im 87. Stockwerk des höchsten Hotels, wie berauschend das Handeln und Shoppen waren, wie toll die Fahrt mit der Magnetschwebebahn und der Flug Montagnacht zurück nach Peking; wenn ich von dem allem erzählen wollte, würde ich nicht mehr fertig werden! Von unserem Abstecher nach Hangzhou am Ostersonntag ganz zu schweigen. Bleiben wir also bei Shanghai. Und bei meiner Begeisterung für die Stadt! Shanghai ist grosse Klasse! Shanghai hat etwas von „meinem“ China, das ich in Peking manchmal noch immer vermisse. Die Stadt hat etwas sehr Südländisches, ist lebendig und quirlig, laut, bunt, selbstbewusst und modern. Vor allem Abends, so, als wäre das lebendige Treiben tagsüber nur ein Vorgeschmack auf das was kommen würde gewesen, scheint das Leben erst richtig zu pulsieren zu beginnen. Überall reizen Leuchtreklamen, glitzern Lichter, laufen Fernseher. Von überall her ertönt Musik, einige tanzen dazu. Schöne Männer tragen selbstbewusst ihre sorgfältig gestylte Haarpracht zur Schau, die Abendgarderoben der Chinesinnen blinken und glitzern wie die Werbepaneels am Bund des Huangpu.
Aber auch in Shanghai trifft man auf die interessanten Gegensätze jeder chinesischen Stadt, überall flattert Wäsche zum Trocknen, ausgeflippte Wolkenkratzer reihen sich an Hochhäuser und diese sich an ehrwürdige Häuser im europäischen Kolonialstil aus den 30ern.
Christine in Shanghai. Wer weiss, vielleicht werde ich in näherer Zukunft bald einen Blog eröffnen unter diesem Titel...
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